12.01.2026, 09:51 Uhr

Unser Skilager 2026: von eiskalt bis heiß

Foto: Erwärmung vorm Skisport.
© Landessportgymnasium Leipzig

Wenn 75 Schülerinnen und Schüler der 8. Klassen, ein engagiertes Lehrerteam und klirrende Minusgrade aufeinandertreffen, dann kann das nur eines bedeuten: Skilagerzeit! Ein Bericht.

Vom 4. bis 9. Januar 2026 hieß es wieder: Raus aus dem Klassenzimmer, rein in die Loipe. Unter der Leitung von Lagerleiter Andreas Beudt machte sich das Sportgymnasium Leipzig auf den Weg ins alljährliche Skilager – und das in diesem Jahr mit einem ganz besonderen Anlass: 10-jähriges Jubiläum im BLSV Sportcamp Regen. Ein Grund mehr, alles zu geben!

Ankommen, Ausprobieren, Durchstarten

Nach der Anreise war die Freude groß: Endlich Wiedersehen nach den Weihnachtsferien, Zimmer beziehen, Ausrüstung ausleihen – und keine Zeit zum Ausruhen. Mit dem traditionellen Auftakt »Spiel ohne Grenzen starteten wir aktiv ins Skilager und stellten schnell fest: Hier wächst schon am ersten Tag ein starkes Team zusammen.

Langlauf, Technik & Theorie

Am nächsten Morgen ging es ins Skigebiet Bretterschachten. Für viele Schülerinnen und Schüler war es das erste Mal auf Langlaufskiern – und das bei strahlendem Sonnenschein, aber durchaus fordernden, eisigen Bedingungen.
An verschiedenen Stationen wurden die Grundlagen des Skilanglaufens erlernt: Diagonalschritt, Doppelstockschub und Bremsen am Berg.
Am Nachmittag sorgte der fächerverbindende Unterricht zu Herz-Kreislauf-System und Erster Hilfe für Abwechslung, bevor abends bereits fleißig am Kulturprogramm für den Abschluss gefeilt wurde.

Minus 18 Grad und ein Gipfelsieg

Der dritte Tag ging als kältester Skilagertag in die Geschichte ein: –18 Grad! Trotzdem (oder gerade deshalb) wurde Großes geleistet.
Die Gruppe teilte sich. Eine Hälfte festigte ihre Technik im Skigebiet Klingenbrunn, die andere stellte sich der Herausforderung Großer Arber (1456 m). Der Aufstieg wurde mit einem atemberaubenden Blick bis in die Alpen und einer rasanten Abfahrt belohnt.

Währenddessen nutzte die andere Gruppe das vielfältige Angebot der Betreuer: Yoga, Stabilisationstraining, Tischtennis und Tischkicker – Regeneration einmal anders. Am Abend: wieder gemeinsam proben, lachen und planen.

Biathlonfieber & Teamaction

Der vierte Tag begann mit der Technikabnahme, bei der die Schülerinnen und Schüler ihr Können unter Beweis stellten. Die zuvor erlernten Langlauftechniken wurden sauber und konzentriert gemäß Leitbild präsentiert – ein sichtbarer Beleg dafür, wie viel Sicherheit und Routine sich in den vergangenen Tagen entwickelt hatte.

Direkt im Anschluss wartete ein echtes Highlight: Biathlon in Klingenbrunn. In 4er-Teams gingen unsere Sportlerinnen und Sportler auf die Wettkampfrunde, bevor es mit ordentlich Puls an den Schießstand ging. Mithilfe von Lasergewehren wurde der Biathlonsport realistisch und zugleich spannend erlebbar. Präzision, Nervenstärke und Teamgeist waren gefragt – und der Spaß kam dabei definitiv nicht zu kurz.

Dieses starke Gemeinschaftsgefühl nahm die Gruppe mit in den Nachmittag: Beim actionreichen »Capture the Flag in der Sporthalle wurde gelaufen, getrickst und lautstark angefeuert. Ein temporeiches, taktisches Spiel, das sich schnell zum absoluten Publikumsliebling entwickelte.

Grenzen überwinden – sportlich und persönlich

Der letzte volle Tag hatte es in sich. In 30-Sekunden-Abständen starteten alle Teilnehmenden auf die 5-km-Wettkampfrunde. Neben der Zeit ging es vor allem darum, den inneren Schweinehund zu besiegen – was vielen eindrucksvoll gelang.
Nach dem Wettkampf folgte eine Wanderung zum Arbersee, bei der das Wissen über regionale Tier- und Winterwelt (von Schneeraupe und Auerhahn zu ToFu und Zwiebellook) für die anstehende Lernerfolgskontrolle vertieft wurde.

Und dann: Biathlon auf Weltklasse-Niveau!
Beim IBU Cup Arber konnten wir live miterleben, wie Profis auf 50 m Distanz treffen, was wir am Vortag noch auf 5 m versucht hatten. Die Begeisterung war so groß, dass unsere Schüler kurzerhand die Tribüne übernahmen und für fantastische Stimmung sorgten – ein Erlebnis, das sicher lange in Erinnerung bleibt.

Primetime: Showtime!

Nach Materialabgabe, Lernerfolgskontrolle und einem stärkenden Abendessen war es um 20:15 Uhr so weit: Bühne frei für den großen Abschlussabend.
In feierlichem Rahmen wurden zunächst alle Sieger der verschiedenen Wettkämpfe geehrt. Anschließend präsentierten die Klassen ihre mit viel Kreativität, Witz und Engagement vorbereiteten Beiträge – vom Tanz über Spiele bis hin zu beeindruckenden Showeinlagen. Der Applaus zeigte deutlich, wie sehr sich die intensive Vorbereitung gelohnt hatte.

Auch das Lehrerteam ließ es sich nicht nehmen, mit einem eigenen Programmpunkt für Begeisterung zu sorgen, bevor schließlich alle gemeinsam die Tanzfläche stürmten und den Abend ausgelassen ausklingen ließen.

Ein rundum gelungener und würdiger Abschluss eines intensiven, erlebnisreichen und erfolgreichen Skilagers.

Am sechsten Tag hieß es schließlich Abschied nehmen – müde von intensiven Tagen, aber stolz auf das Erreichte. Mit vielen neuen Eindrücken, gewachsenen Freundschaften und dem ein oder anderen Muskelkater im Gepäck trat die Gruppe die Heimreise an.

Unser Fazit:

Ein äußerst vielfältiges Programm, engagierte und mutige Schülerinnen und Schüler sowie beeindruckend kreative Beiträge prägten dieses Skilager. Trotz sehr variabler Bedingungen konnte ein fundiertes Programm für die grundlegende Zielstellung einer nachhaltigen Langlaufausbildung umgesetzt werden. Das Sportcamp Regen hat sich dabei einmal mehr als idealer Austragungsort für das Skilager in der ersten Januarwoche bewährt.

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